Reisebericht    Griechenland / Peloponnes 2007

Autor: © Fam.  Pfarr

03.06.2007 - 10.07.2007

Flagge Griechenland

Griechenland ist das, was jedermann kennt, auch wenn er noch nie dort gewesen ist, auch wenn er ein Kind oder ein Alter oder noch ungeboren ist. Griechenland ist so, wie man erwartet, dass die Erde - gäbe man ihr die Möglichkeit dazu - aussehen sollte. Es ist die erhabene Schwelle der Unschuld, es steht da, nackt und völlig enthüllt, wie es von Geburt an dastand. Es ist nicht geheimnisvoll, nicht unergründlich, nicht furchterregend, nicht herausfordernd, nicht anmaßend. Es besteht aus Erde, Luft, Feuer und Wasser. Es verändert sich mit den Jahreszeiten in harmonischem, wellenförmigem Rhythmus. Es atmet, es ruft, es antwortet." Henry Miller

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1.Tag Sonntag 03.06.2007
Wir fahren am Sonntag um 11:00 Uhr in Gochsheim los, über die Autobahn A70 Richtung Bamberg. Auf der  A73 und dann weiter auf der A9 bis München.  Dann auf der A8 bis Rosenheim, Inntal-Dreieck. Auf der A12 geht es weiter durch Österreich. Wir verlassen die Autobahn an der Ausfahrt Nr. 10 Schönberg/Stubaital. Dort müssen wir EURO 2,50 Gebühren bezahlen (wahrscheinlich die Maut für das Teilstück über die Europabrücke). Die Kassiererin an der Mautstelle fragt nach dem Gewicht unseres Fahrzeuges, denn sie will uns die Box für die Schwerlastabgabe verkaufen. Unser Fahrzeug hat nur 3,5 t und wir lehnen deshalb freundlich ab. In Matrei am Brenner tanken wir voll für EUR 1,049/l Diesel. Um 17.00 Uhr erreichen wir unser Tagesziel in Italien das Autocamp Sadobre in Sterzing.- 

Das Autocamp Sadobre befindet sich 16 Kilometer südlich des Brennerpasses am Autohof „Top Stop". Der Stellplatz ist gebührenpflichtig  für 300 Mobile. Gebühr 2007; 11,00 EUR pro Nacht und Mobil (zahlbar bei der Einfahrt ). Beschranktes Gelände, ebener, asphaltierter Untergrund mit Wiesenflächen. Wasserhähne für Frischwasserversorgung und Steckdosen für die Stromversorgung sind auf dem Platz genügend vorhanden. Auf dem Platz gibt es eine Ver- und Entsorgung. Ein Wasch- und Toilettenhaus gibt es auch. Im Autohof gibt es noch Duschen und in der Raststätte internationale Küche und Südtiroler Spezialitäten.
Navigationsadresse  Sterzing. Autocamp Sadobre, I-39040 Freienfeld/Sterzing

Wir wählen den Platz seit Jahren, nicht weil er besonders schön und ruhig ist, sondern weil wir hier sicher sein können, dass der Platz Tag und Nacht bewacht  zur Verfügung steht und auch leicht direkt an der Autobahn zu finden ist. Bei unserer Ankunft ist es noch warm und wir stellen unsere Stühle auf und essen auch draußen. Von Gochsheim bis nach Sterzing sind wir 495 km gefahren und haben mit zwei schönen Pausen 6 Stunden gebraucht.

Ausblick vom Stellplatz Sadobre in Sterzing am Spätnachmittag Autohof Sterzing Sadobre
Wetter:
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C unterschiedlich bewölkt 20°C unterschiedlich bewölkt 18°C

 

2.Tag Montag 04.06.2007
Wir frühstücken gemütlich mit frischen Brötchen (Vinschgerl) und verlassen den Stellplatz in Sterzing um 9.30 Uhr in Richtung Venedig auf der Autobahn. Unsere bewährte Route führt unser auf der A 22 entlang am Gardasee bis Verona Nord, dann Richtung Venedig-Mestre auf der A 4. Vom Autocamp bis zur Ausfahrt Venedig (Aeroporto Marco Polo) bezahlen wir EUR 20,10 Mautgebühren und haben dafür eine gleichmäßige und sehr angenehme Fahrtstrecke.

Um 14.30 Uhr erreichen wir den Stellplatz Don Bosco in Lido de Jesolo. Am Eingang werden wir von einem freundlichen älteren Herrn, der ebenfalls hier Gast ist, begrüßt. Er sieht unser Kennzeichen und weist uns gleich den Weg dorthin, wo bereits andere Schweinfurter stehen. Anton erkennt den 26 Jahre alten Hymer und weiß sofort, dass wir uns bereits vor einigen Jahren in Griechenland begegnet sind. Wir werden freundlich begrüßt und tatsächlich sind es die Schweinfurter (Forst), denen wir in Elea auf der Peloponnes begegnet sind. Wir finden einen schönen Platz und richten uns ein. Aischa möchte jetzt einen Spaziergang machen und wir laufen zum Strand. Anton und Aischa sind sofort im Wasser und wir alle genießen das angenehme Mittelmeer und den schönen Sandstrand. Abends holen wir uns gegenüber noch eine Pizza und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Stellplatz Don Bosco Jesselo Auf dem Stellplatz Don Bosco
Lido de Jesselo
Wetter:
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C unterschiedlich bewölkt 25°C unterschiedlich bewölkt 21°C
 

3.Tag Dienstag 04.06.2007

Wir verlassen den Stellplatz um 9.50 Uhr und fahren die SS 14 zurück nach Venedig. Die Fahrtstrecke beträgt 53 km und wir benötigen 1,5 Stunden, da hier wie gewöhnlich sehr viel Verkehr herrscht und alles nur sehr schleppend vorwärtsgeht. Unterwegs bei KM 18 entdecken wir gegenüber von einem kleinen Hafen einen Stellplatz, den wir uns für die Zukunft vormerken. Wir erreichen den Hafen gegen 11.30 Uhr und hier am Check-In von Minoan Lines geht alles ziemlich schnell. Es beginnt bereits die Verladung und wir staunen, was auf den Fährschiffen so alles transportiert wird (z. B. ein Rennboot - siehe Bild). Pünktlich um 14.00 Uhr läuft das Schiff aus und wir gehen an Deck, denn die Ausfahrt aus Venedig ist jedes Jahr aufs Neue ein Erlebnis. Wir beobachten den Lotsen, als er wieder von Bord geht, für uns alles sehr interessant. Zuhause haben wir bereits vorgekocht und essen in unserem Wohnmobil. Nach dem Duschen gehen wir abends wieder an Deck und genießen den Sternenhimmel bei einem Gläschen Bier. Die Passagiere sind lustig und eine Gruppe Italiener (wahrscheinlich ein Chor mit Dirigent) unterhält uns mit Gesang. Anton meint, hoffentlich können wir das Reisen noch lange genießen, denn nur zuhause sein, wäre nicht unser Ding. Beim "Gassigehen" mit Aischa lernen wir eine Familie kennen, die ebenfalls einen Golden-Retriever hat. Anton sieht den RMC Wien Aufkleber auf ihrem Fahrzeug und wir kommen ins Gespräch. Wir haben mit dem Wiener Wohnmobilclub bereits E-Mail-Kontakt und lassen Grüße an den Vorsitzenden  ausrichten. Vielleicht lässt sich ja doch mal ein Treffen der Wiener Wohnmobilfreunde mit den Schweinfurter Wohnmobilfreunden arrangieren.  
Hafen von Venedig Rennboot wartet auf die Fähre nach Griechenland
Camperdeck Auffahrt zum Camperdeck
Das Pilote Boot kommt und der Lotse geht von Board
Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C meist sonnig 26°C meist sonnig 20°C

 

4.Tag Mittwoch 06.06.2007
Hier an Bord herrscht bereits griechische Zeit und wir sind somit eine Stunde weiter und stehen gegen 9.00 Uhr auf. Nach dem Frühstück im Womo sehen wir bereits die albanische Küste und wir räumen unsere Sachen auf, denn pünktlich um 12.00 Uhr verlassen wir die Fähre in Igoumenitsa. Es ist sonnig, windig und es ziehen einige Wolken auf. Wir tanken unser Fahrzeug für 0,998 E/Ltr. Diesel voll und fahren bis Plataria. Den Campingplatz  Elena Beach lassen wir rechts liegen und fahren ein paar Kilometer weiter durch Plataria hindurch, bis zum schönen Sandstrand. Dort finden wir ein schönes Plätzchen zwischen den anderen Wohnmobilen. Nach den Tagen der Enge, ist es für uns eine Wohltat hier so weitläufig und frei zu stehen. Anton zieht sofort die Badehose an und geht mit Aischa ins Meer zum Baden. Siglinde nimmt das Fahrrad und holt beim Bäcker ein Psomi (Brot), dass genau wie im Vorjahr noch 60 Cent kostet.

Plataria ist ein ruhiges kleines Fischerdorf mit ca. 1000 Einwohnern. Der Ort liegt sehr schön in einer Bucht, 1,5 km breit und 6 km lang,12 km südlich von Igoumenitsa. Laut Reiseführer weht ab ca. 10 bis 20 Uhr eine erfrischende Brise, so dass es auch im Hochsommer hier sehr angenehm ist. Fast alles spielt sich an der Promenade ab. Es gibt viele Tavernen, Restaurants, Cafes und klassische Kafenion. Auch alle Einkaufsmöglichkeiten vom Metzger, Bäcker, Gemüsehändler bis zum kleinen Supermarkt sind vorhanden. Wer gerne fangfrischen Fisch isst, kann selber angeln oder morgens direkt bei den Fischern sehr günstig kaufen. Am Nachmittag ziehen immer mehr Wolken auf und es gibt ein Gewitter mit Regen. Wir verziehen uns ins Wohnmobil und halten ein Mittagsschläfchen, danach trinken wir gemütlich einen Kaffee und schreiben am Reisebericht. Den Abend können wir bereits wieder draußen verbringen. Obwohl es hier sehr schön ist, beschließen wir, dass wir morgen weiterfahren.

Hafen von Igoumentisa

Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C unterschiedlich bewölkt 26°C unterschiedlich bewölkt 20°C
 
5.Tag Donnerstag 07.06.2007
Wir fahren gegen 11.00 Uhr los, unser nächstes Ziel heißt Sivota. Der kleine malerische Ort liegt in einer schönen Bucht. Hier ist der Tourismus noch am Anfang, aber sicherlich nicht mehr lange. Es werden Hotels und Ferienappartements gebaut und eine kleine Promenade gibt es auch schon. Der Ort gefällt uns und wir entschließen uns zu einer Kaffeepause mit Blick auf das Meer und die Segelboote. Wir treffen einige Deutsche aber in der Überzahl sind die Engländer, die uns die nächsten Tage auf Lefkas gehäuft begegnen.
Weiter geht unsere Reise in das kleine Städtchen Parga an der Nordwestküste Griechenlands. Der Ort liegt in einer malerischen Bucht, am Fuße des Epirus Gebirges.

Er zählt zu den schönsten Orten Griechenlands. So steht es jedenfalls in den von uns gelesenen Reisführern. Im Frühling blühen hier viele wildwachsende Blumen und die Landschaft bleibt den ganzen Sommer hindurch grün. Unterhalb der an den Ausläufern des Epirus gelegenen Pinienwälder und Olivenhaine erstreckt sich die Küste mit vielen Buchten und langen Sandstränden. Hoch oben über Parga thront die verfallene venezianische Festung, die einen weiten Blick über die Küste mit ihren zahlreichen vorgelagerten Inseln und Badebuchten bietet. Hier haben wir an einem Brunnen kurz Rast gemacht und sind dann weiter gefahren. Es ist einfach nichts für uns, der Rummel und die vielen Touristen, das ist nicht unsere Welt.
Wir fahren durch den Hafen, der auch von großen Ausflugsschiffen aus Korfu angelaufen wird. An den Hafen und die Promenade schließt sich ein beeindruckendes Labyrinth kleiner Gassen und romantischer Winkel an, in dem kleine Geschäfte zum durchstöbern, sowie Cafes und Bars zum Verweilen einladen. Wir haben große Mühe mit unserem Wohnmobil durch diese engen Gassen zu kurven, deshalb verlassen wir Parga, denn wir haben alles gesehen, den kleinen Sand- sowie den Kiesstrand und den idyllischen und langen Valtos Strand auf der gegenüberliegenden Seite Pargas mit Blick auf die Festung.

Wir fahren weiter auf der N 6 und biegen dann Richtung Strand ab, denn wir suchen einen geeigneten Platz für die Nacht. Direkt vor einer Taverne am Strand wollen wir nicht stehen und entschließen uns deshalb einen Campingplatz anzusteuern. Der Campingplatz Acrogiali (ca. 28 km vor Preveza) ist für eine Nacht unser Ziel. Der Platz ist sehr einfach und kostet EU 15,00 und hat direkten Zugang zum Kiesstrand. Es stehen dort bereits einige Deutsche und wir kommen ins Gespräch. Für alle ist nur der Preis entscheidend, denn Komfort ist hier nicht gegeben. Hier hat es auch ziemlich viel geregnet in den letzten Tagen und alle hoffen auf besseres Wetter. 

 

Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C sonnig 26°C unterschiedlich bewölkt 20°C

 

6.Tag Freitag, 08.06.07 Preveza Lefkada
Unsere Reise geht weiter in Richtung Preveza. Preveza ist eine malerische Stadt mit engen Gässchen in der Altstadt und einer mittelalterlichen Burg. Am Stadtrand gibt es einen Lidl in dem wir unsere Vorräte auffüllen. Preveza liegt am Ambrakischen Golf und hat einen wunderschönen langen Sandstrand, den Monolithi, 10 Minuten von der Stadt entfernt. Vor allen Dingen hat es einen internationalen Flughafen, der einer der sichersten Flughäfen der Welt ist, weil er auf drei Seiten vom Meer umgeben ist! Nicht weit von Preveza entfernt befinden sich das antike Nikopolis, der sagenumwobene Acheronfluss mit seinem Totenorakel. Wir nehmen den Unterwassertunnel, der 5,00 Euro Gebühr kostet. Wir fahren durch eine Sumpflandschaft nach Lefkada. In der Stadt ist heute am Samstag sehr starker Verkehr und es sind viele Touristen unterwegs. Wir kaufen nur kurz ein Brot, fahren durch den Hafen und entschließen uns - entgegen dem Schulz - auf der Westseite Richtung Süden bis nach Vassiliki zu fahren. 
Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C sonnig 29°C sonnig 20°C
6. bis 7. Tag, Freitag bis Samstag, 08. und 09.06.07 

Die Insel Lefkada ist geprägt von Bergen, kleinen Buchten, meistens Kiesstrand und wir können einige Strände mit dem Wohnmobil nicht erreichen, geht wahrscheinlich nur für kleinere Fahrzeuge. Ein Sandstrand, der nur über steile Treppen erreichbar ist, ist für uns kein lohnendes Ziel. Wir fahren steile Berge hinauf, oftmals über sehr sehr enge Straßen, einmal kommt uns ein Reisebus entgegen und Anton muß rangieren, damit wir vorbeikommen (hier macht sich das Fahrtraining bemerkbar). Wir erreichen den Süden der Insel, den Ort Vassiliki. Hier befindet sich die größte Bucht der Insel Lefkada (Ormos Vassiliki) und wir fahren auf den einzigen Campingplatz des Ortes. Es gibt hier nur die Möglichkeit frei im Hafen zu stehen, was uns jedoch nicht gefällt, denn wir wollen etwas faulenzen und uns ausruhen. Der Kiesstrand ist vom Campingplatz aus durch einen kleinen Weg schnell zu erreichen. Das Wasser ist herrlich klar und schön warm, wir schätzen um 25 Grad.  Die Bucht ist ein Surferparadies und wird ebenfalls von den Engländern beherrscht. Wir faulenzen, baden und gehen am Abend zum Hafen und bummeln durch die engen Gassen des Ortes. Trotz Tourismus gefällt uns der Ort sehr gut. Von hier geht die Fähre 3xtäglich (9.00/13.00/17.00 Uhr) auf die Insel Kefalonia, was von vielen Wohnmobilisten genutzt wird.  

Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C sonnig 29°C sonnig 20°C
8. Tag, Sonntag, 10.06.07

Unsere Fahrt geht heute die Ostküste entlang, bis zur Stadt Lefkada sind es ca. 40 Kilometer. Wir fahren nach Marantochorion, danach rechts steil hinunter zur Kastri-Bucht. Hier wurde uns der Platz "Kastri-Camping" empfohlen. Wir fahren also steil den Berg hinunter auf einer asphaltierten Straße, am Ende der Bucht wieder steil nach oben, hier beginnt ein befestigter Schotterweg und ein Umkehren ist nicht möglich. Am Campingplatz angekommen stellen wir fest, dass hier wieder steile Treppen zum Kiesstrand hinunter führen. Der ganze Platz ist sehr eng und für uns nicht geeignet, also geht's den Schotterweg wieder zurück. Weiter geht unsere Fahrt nach Sivota, wieder eine wunderschöne Bucht, geprägt von Segelbooten und englischen Touristen und vielen schönen Gaststätten. Wir machen hier nur eine kurze Rast, essen ein Eis und fahren dann weiter nach Poros. Von oben sieht man wieder eine herrliche Bucht, hier gibt es auch einen Campingplatz sogar mit Pool. Der Platz liegt am Hang und ist für unser Wohnmobil auch nicht geeignet durch die herabhängenden Äste, alles terrassenförmig angelegt und sehr eng. Es geht weiter über Katohori nach Viho und Nidri. Von oben sehen wir eine wunderschöne Bucht und sind enttäuscht als wir unten ankommen. Hier wurde eine Promenade angelegt und nicht gepflegt, so dass alles ziemlich heruntergekommen und dreckig aussieht. Direkt am Hafen ist eine Baustelle, daneben der Friedhof !! Wir erreichen die Stadt Lefkada und sind erleichtert, dass heute am Sonntag fast kein Verkehr herrscht und die Stadt einen sehr ruhigen Eindruck macht. Wir verlassen Lefkada und entschließen uns in Vonitsa Richtung Paleros zu fahren. In der Paleros-Bucht finden wir endlich wieder Sandstrand und kommen auch an der kleinen Brücke (laut Schulz Türkenbrückchen genannt) vorbei. Heute am Sonntag sind hier viele Griechen zu finden und der kleine Campingplatz ist voll, dahinter kommen wir an einer schönen Ferienanlage vorbei. Da wir nicht frei stehen wollen (das Gelände wäre geeignet aber es gibt überall Verbotsschilder) fahren wir weiter bis zum Ort Mitikas. Hier finden wir wieder eine herrliche Bucht mit Blick auf die Felsen der Insel Kalamos. Wir folgen der Beschilderung "Camping Alizia" und erreichen den Sandstrand. Der Platz liegt direkt am Strand und ist sehr einfach. Wir stürzen uns gleich nach der Ankunft ins Meer und lassen den Sonntag beim Baden ausklingen. Abends noch schnell Duschen und nach dem Abendessen flüchten wir vor den Stechmücken ins Wohnmobil. Unser Kilometerstand zeigt uns 24.270, wir sind somit seit unserer Abreise aus Gochsheim 1.302 km gefahren.

Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C sonnig 29°C sonnig 20°C
9. Tag Montag, 11.06.07

Um 11.30 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Richtung Astakos. Über Katohi, Neohori und Etoliko erreichen wir die E 55. Hier führt uns eine gut ausgebaute Straße bis nach Anthirio. Wir tanken für EUR 0,949/l Diesel. Hier wollen wir über die neue Brücke nach Rio (Patras) auf die Peloponnes fahren. Um 12.30 Uhr erreichen wir die Mautstelle und bezahlen stolze EURO 16,80 für die Benutzung. Nach einigen Überlegungen entscheiden wir uns über Kalogria zu fahren. Der Strand ist dort sehr schön und wir machen eine 2-stündige Pause. Es stehen hier nur ein paar einzelne Wohnmobile und wir treffen Leute aus Tübingen, die mit der gleichen Fähre von Venedig gefahren sind, allerdings bis Patras. Ein anderer Wohnmobil-Nachbar aus Düsseldorf kommt mit uns ins Gespräch und möchte uns für unsere Garagentür selbstgenähte Taschen zum Preis von EUR 32,00 verkaufen. Auch einige Wörterbücher will er an den Mann bringen. Wir lehnen dankend ab. Um 16.00 Uhr setzen wir unsere Reise fort. Finikounda soll heute noch unser Ziel sein. Wir verschätzen uns etwas mit der Fahrtdauer, denn wir haben ursprünglich gedacht, dass wir die 250 Kilometer in 2,5 Stunden schaffen werden. Über Pirgos bis Kiparissia kommen wir schnell vorwärts. Die Strecke ist uns bekannt und sehr gut ausgebaut. Danach geht's langsam vorwärts und ca. 20 km vor Pilos in Gialova kommen wir in eine Baustelle, die natürlich nicht beschildert ist. Auch in Pilos geht es immer noch sehr eng zu und die Straßen lassen sehr zu wünschen übrig. An unserem kleinen Brunnen machen wir nochmals eine kurze Pause und fahren dann zügig weiter nach Methoni und erreichen unser Ziel Finikounda gegen 20.00 Uhr. Der Campingplatz Loutsa ist wie üblich unser Ziel und wir bekommen in der ersten Strandlinie einen Stellplatz.  

Wetter
Früh Mittag Abend
meist sonnig 22°C sonnig 29°C sonnig 20°C
10. Tag Dienstag, 12.06.07 Finikounda

Nach einer ruhigen Nacht richten wir uns gemütlich ein. Anton muss unsere SAT-Schüssel herausholen, denn wir stehen unter einem Baum und haben mit der automatischen Oyster keinen Empfang. Hier auf dem Campingplatz hat sich gegenüber dem Vorjahr einiges getan, beide Waschhäuser wurden erneuert und entsprechen jetzt den modernen Anforderungen. Der albanische Gärtner begrüßt Siglinde mit Küsschen (hat wahrscheinlich noch das geschenkte Bier vom letzten Jahr in Erinnerung) und auch die Besitzerin des Campingplatzes begrüßt uns sehr freundlich. Hier geht ein herrlicher Wind und es gibt tagsüber jedenfalls keine Mücken. Bettina, Aischa und Siglinde gehen nach dem Frühstück ins Meer. Für Anton ist es noch zu kalt, laut Badethermometer sind es 21 Grad und Anton geht erst ab 24 Grad ins Wasser. Hier im Süden der Peloponnes ist das Wasser kälter, aber die Luft und der Wind frischer.

Wetter 12.06.07
Früh Mittag Abend
meist sonnig windig 22°C sonnig sehr windig 29°C sonnig 20°C
11. Tag Mittwoch, 13.06.07 Finikounda
Heute ist Badetag, wir verbringen den Tag am Strand und auf dem Campingplatz. Es ist heute sehr windig und die Luft vom Meer ist kalt. Am Abend gehen wir zu Fuß in das rund 1,5km entfernte Finikounda und gehen auf ein Getränk in ein Lokal direkt am Meer. Dort treffen wir Udo aus Reutlingen, der unser Nachbar auf Zeit auf dem Campingplatz Loutsa im letzten Jahr war. Wir laden in auf ein Bier ein und er erzählt uns was es so neues in Griechenland gibt. Er selbst steht in diesem Jahr auf dem Campingplatz Thienes. Ich habe im versprochen bei im vorbei zuschauen.
Wetter 13.06.07
Früh Mittag Abend
meist sonnig windig 22°C sonnig 27°C sonnig 24°C
12. Tag Donnerstag, 14.06.07 Finikounda

Anton macht sich nach dem Frühstück mit dem Fahrrad auf, um Udo zu besuchen, der auf dem Campingplatz Thienes steht. Der schläft natürlich noch, es ist schon 10:30 und sein englischer Nachbar sagt mir, dass er immer so lange schläft. Also versuche ich es mit einem kräftigen rütteln an seinem VW-Bus. Es wirkt, er steht auf und denkt es sei ein Erdbeben. Ich besuche weiter die Plätze Amos, Anemomilos und Finikes. Alle Plätze sind schön gelegen und haben ihr gewisses "Etwas". Wer gerne im Sand direkt am Strand steht und dort auch einen freien Platz bekommt, für den sei der Anemomilos empfohlen. Von hier ist es auch schnell fußläufig in das Städtchen zum Einkaufen. Wir können uns nicht entschließen zu wechseln und verbleiben auf Loutsa. Der Wind ist heute noch heftiger als gestern und Bettina klagt auch schon über einen steifen Hals. Sie ist nicht allein damit, auch bei anderen hat der Wind seine Spuren hinterlassen. Die einen klagen über Rückenprobleme und die anderen über Sonnenbrand. Heute können wir vor unserem Wohnmobil sehen wie Zikaden aus ihren Larven schlüpfen. Keine 30 Minuten hat es gedauert bis die Tiere ausgeschlüpft waren, vielleicht nach etwa zwei Stunden hatten die Zikaden von anfänglich rötlicher Farbe in ihre graubräunliche Farbe gewechselt. Es gibt viele Arten von Zikaden vielleicht 200 000 oder mehr. Zuhause werde ich die Literatur bemühen um mehr über die Zikaden zu erfahren.

Singzikade
Singlinde und Aischa am Strand Anton schreibt den Reisbericht
Wetter 14.06.07
Früh Mittag Abend
meist sonnig windig 22°C sonnig 27°C sonnig 24°C
13. Tag Freitag, 15.06.07 Finikounda

Nach dem Frühstück wird es warm, mit dem warmen leichten Wind sinkt die Luftfeuchtigkeit und es wird griechisches Wetter. Der Gemüsemann kommt auf den Platz und wir ergänzen unsere Vorräte. Die gestern geschlüpften Zikaden machen uns heute nicht unbedingt Freude. Sie sind nun nicht mehr zu sehen aber deutlich zu hören.

Gut getarnte Singzikade (Cicadidae) auf einer Baumrinde

Mannazikade (Cicada orni) auf einem Pinienstamm und     ihr Gesang ?/i

Wetter 15.06.07
Früh Mittag Abend
sonnig 23°C sonnig 34°C sonnig 26°C
 
14. - 19 Tag -, 16.06.07 - 20.06.2007 Finikounda Campingplatz Loutsa
Nun sind wir schon eine Woche auf dem Campingplatz in Loutsa. Unser direkter Nachbar ist Hans Seiler mit seiner Frau aus Salzburg. Die beiden sind sehr nett und hilfsbereit. Wir bekommen zum Frühstück vom selbstgebackenen Vollkornbrot (Backautomat) und dazu noch einen Espresso. Die beiden kommen schon sehr lange nach Finikounda und Hans kennt viele Griechen und besorgt Olivenöl für halb Österreich.

Täglich nach dem Frühstück gehen wir mit Aischa ins Meer zum Baden, mittags kochen wir uns was Leckeres und auch am Abend gibt es eine Honigmelone mit Schinken und Käse (siehe Fotos). Wir genießen die Sonne, das Meer und den Wind. Obwohl es uns hier sehr gut gefällt wollen wir doch am Freitag weiterfahren, denn es gibt noch einige schöne Plätze, die wir besuchen wollen.

Cafe in Finikounda Hauptstrasse von Finekounda
Waschräume Campingplatz Loutsa
Unser Abendessen Honigmelone mit Schinken Abendessen mit griechischem Wein
Wetter 15.-20.
Früh Mittag Abend
sonnig 20-22 °C sonnig 31-36 °C sonnig 22-25 °C
20. Tag  -  21.06.2007 Finikounda Campingplatz Loutsa
Die Tage vergehen wie im Flug. Tagsüber sind wir am Strand und baden, abends sitzen wir auch mal mit den Nachbarn auf Zeit gemütlich zusammen.
Es gibt kleine Schlauch Boote und große Schlauch Boote 2x 225 PS
Aischa letzter Graben Bau
Hans hat ein Faß Bier ausgegeben !!
Wetter 21.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 24 °C sonnig 38 °C sonnig 27 °C
 
21. Tag , 22.06.2007  Gialova bei Pylos - Campingplatz Erodios
Gegen Mittag verlassen wir den Campingplatz Loutsa in Finikounda. Wir haben hier 11 schöne und erholsame Tage verbracht. Sicherlich werden wir auch bei unserer nächsten Griechenlandreise hier wieder vorbeikommen. Jetzt geht's weiter nach Pylos und wir steuern den nächsten Supermarkt an. Das Angebot gefällt uns nicht und alles ist teuer. Wir parken das Womo am Hafen und bummeln durch das malerische kleine Städtchen. Unseren Kaffee trinken wir unter einem rießigen alten Baum, der uns reichlich Schatten spendet. Acht Kilometer nördlich von Pylos erreichen wir den kleinen Ort Gialova an der Bucht von Navarino. Aus den Vorjahren ist uns der Campingplatz Erodios bekannt und wir bekommen einen Stellplatz in der ersten Strandreihe, deshalb steht unser Entschluß schnell fest, wir bleiben für ein paar Tage.  
Methoni
Paus unter einem sehr alten Baum in Pilos
Unser Ausssicht auf dem Campinplatz Erodios Womo Strand Meer
Wetter 22.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 24 °C sonnig 38 °C sonnig 24 °C
22/23/24. Tag  - 23.- 25.06.2007 Gialova bei Pylos Campingplatz Erodios
Hier auf dem Campingplatz wird etwas mehr geboten als in Finikounda. Es gibt ein Restaurant und wir gehen abends zum Essen. Anton freut sich auf das Spanferkel, wird aber enttäuscht denn es ist ziemlich fettig und die dazugereichten Zitronenkartoffeln sind reichlich mit Ölivenöl getränkt! Siglinde ißt Souflaki und ist damit zufrieden. Auch das Hähnchen am Vortag war keine kulinarische Besonderheit. Die  griechische Küche ist einfach nicht nach unserem Geschmack.

Hier auf dem Campingplatz wird uns ganz deutlich, dass in Griechenland immer mehr Leute mit Wohnwagen unterwegs sind, was früher nicht der Fall war. Die Wohnwagenfahrer werden zunehmend zu Platzhaltern und richten sich für Wochen hier ein. Die Preise für die Plätze sind steigend und sollte das so weitergehen wird es für Reisemobilisten, die von einem Ort zum anderen ziehen wollen, immer schwieriger.

Hier in der Bucht von  Navarino ist das Wasser wärmer als in Finikounda. Die Tagestemperaturen erreichen in der Mittagszeit 40-45 Grad und wir flüchten ins 28 Grad warme Wasser. Auch unsere Aischa schwimmt mit uns weit hinaus und hält beim Schwimmen locker mit. Obwohl noch immer Vorsaison ist sind bereits viele Deutsche und Österreicher (und natürlich Holländer)  hier in Griechenland.

Wetter 22/25.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 26°C sonnig 41 °C -  45°C sonnig 28 °C
 
25. Tag  Dienstag 26.06.2007 Campingplatz Proti
Am Dienstag ziehen wir weiter, denn vier Nächte sind genug auf einem Platz. Wir erhalten 10 % Rabatt bei einem Aufenthalt von mind. 3 Tagen. Der Preis beträgt somit 20 Euro pro Nacht und wir finden das ist ein akzeptabler Preis in der Vorsaison (3 Personen - ohne Strom). Von Gialova geht unsere Fahrt vorbei an der Voidokilia-Bucht (Ochsenbauchbucht), die wir bereits in den Vorjahren besucht haben. Hier stehen immer noch einige Wohnmobile, es gibt aber kein Wasser und kein schattiges Plätzchen, was bei diesen Temperaturen unbedingt nötig ist. Wir fahren über Romanos, Vromoneri nach Marathopoli. Hier gibt es einen Metzger sowie eine Bäckerei und wir kaufen Schweinesteak und Souflaki. Der Bäcker hat eine einladende Eistheke und wir können nicht wiederstehen und kaufen drei Portionen. Während wir an einem Haus im Schatten stehen geht plötzlich die Haustüre auf und eine Frau bringt uns eine riesige Wassermelone. Halb Englisch, halb griechisch sagt sie uns, dass wir heute an diesem heißen Tag viel Flüssigkeit brauchen und deshalb schenkt sie uns die Melone. Wir bedanken uns ganz herzlich und sind wieder einmal erstaunt wie gastfreundlich die griechische Bevölkerung ist.

Am Ortsende von Marathopoli folgen wir den Schildern zum Campingplatz Proti. Der Platz ist sehr einfach, die sanitären Einrichtungen lassen zu wünschen übrig, nur der Pool ist einfach herrlich und wir bleiben für eine Nacht. Anton handelt einen Sonderpreis von 20 Euro aus. Der Strand ist Lava ähnliches Gestein, über eine Leiter steigen wir ins herrlich klare Wasser. Auch Aischa hechtet sich hinein und Bettina genießt das lauwarme Wasser im Pool.

Wetter 26.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 26°C sonnig 45 °C sonnig 28 °C
 
26. Tag  Mittwoch 27.06.2007 Campingplatz Palouki
Heute ist Siebenschläfer und Bettina's Geburtstag. Wir baden morgens zusammen mit einigen Schulkindern und deren Schwimmlehrer im Pool. Gegen Mittag fahren wir über Langouvardos nach Filiatra weiter. Diese Route finden wir vom Straßenausbau besser als über Hora. Nach Kyparissia gibt es einen Lidl und wir decken uns für die nächsten Tage mit preisgünstigen Lebensmitteln ein. Nach Zacharo biegen wir links ab und folgen den Schildern "Wohnmobilstellplatz preisgünstig". Der Platz liegt an einem herrlichen Strand und kostet 10 Euro mit Strom und Wasser. Leider gibt es hier keinen Schatten und bei 47 Grad wollen wir hier nicht in der Sonne schmoren. Bei niedrigeren Temperaturen wären wir sicherlich ein paar Tage geblieben, aber der Sand ist so heiß, dass er durch die Badeschlappen brennt. Aischa müßten wir hier über den Strand tragen!! Also geht die Fahrt weiter.  Anton möchte den Hafen von Katakolo sehen, hier laufen die Mittelmeer-Kreuzfahrtschiffe ein und die Touristen werden in Bussen nach Olympia gebracht. Wir staunen über diese Massenabfertigung, in den Tavernen gibt es unter Anleitung griechischen Tanz, na ja wer das mag!  Wir laufen durch den Ort, der nur aus Andenken - Läden und Tavernen, Bars und Cafe's besteht. Es ist sehr heiß, die griechische Sonne brennt uns auf der Haut und wir flüchten ins Wohnmobil und schalten die Klimaanlage ein. Unser Ziel ist Palouki, den Campingplatz kennen wir vom letzten Jahr (Achtung - es gibt zwei Plätze - der Campingplatz Paradies ist wegen den unzureichenden Sanitäreinrichtungen nicht zu empfehlen). Der Campingplatz Palouki ist unter deutsch-griechischer Leitung und sehr sauber und empfehlenswert. Leider gibt es hier noch keinen Internetanschluß, ist aber laut C-Besitzer in Planung! Am Abend gehen wir in die Taverne hier auf dem Campingplatz, denn wir wollen Bettina's Geburtstag beim Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Kreuzfahrtschiffe in Kataholo
Schnellkurs in griechischen Tänzen
Wetter 27.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 32°C sonnig 47 °C sonnig 34 °C
27. Tag  Donnerstag 28.06.2007 Campingplatz Palouki
Gestern war der heißeste Tag mit 47°Grad und auch die Nacht brachte kaum Abkühlung. Der Ventilator läuft die ganze Nacht und wir schlafen sehr unruhig, deshalb gehen wir es heute ruhig an mit Schwimmen und Mittagsschläfchen. Mittags essen wir Kartoffelsalat mit Würstchen und abends gibt es einen griechischen Salat. Heute kühlt es am Abend richtig ab und wir machen einen Spaziergang in den Hafen, der Wind ist ziemlich kräftig und die Luft sehr angenehm. Wir gehen bald schlafen, es besteht Nachholbedarf. 
Wetter 28.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 28°C sonnig 36 °C sonnig 24 °C
28. Tag  Freitag 29.06.2007 Campingplatz Palouki
In der Nacht legt sich der Wind und wir haben sehr erholsam geschlafen. Der starke Wind hat viel Seegras angeschwemmt und die Wellen sind heute noch ziemlich stark. Morgen wollen wir weiterfahren, etwas ins Landesinnere zum Pinios-Stausee. Den heutigen Tag verbringen wir am schönen Strand von Palouki und maschieren im Wasser zum nächsten Strand, was ziemlich anstrengend ist (man spürt das erst am nächsten Tag in den Beinen). Am Nachmittag ergänzen wir noch unseren Reisebericht.
Wetter 29.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 23°C sonnig 34°C sonnig 22 °C
29. Tag  Samstag 30.06.2007 Campingplatz Melissa Killini
Wir bezahlen für eine Nacht EUR 20,90 mit 10 % CCI Ermäßigung. Der Campingausweis hat sich bereits bezahlt gemacht, denn wir haben fast auf allen Plätzen die Ermäßigung erhalten.

Zurück auf der E 55 biegen wir nach ein paar Kilometern rechts nach Amaliada. Kurz vor dem Ort sehen wir auf der linken Seite einen Lidl, einen Dia und auf der rechten Seite einen Champion Supermarkt. Hier kann man gut und preiswert einkaufen, es lohnt sich die paar Kilometer von der E 55 abzufahren. Nach Amaliada folgen wir dem "Schulz" und fahren eine vierspurig ausgebaute Straße nach Havari (in Amaliada schlecht beschildert, Richtung Nordwest halten). Über Dafni bis nach Keramidia, dort biegen wir gegenüber der Tankstelle links ab nach Agios Ilias. Hier ähnelt die Landschaft der Toskana mit ihren Zypressen. Kurz vor Keramidia sehen wir links unten zum ersten Mal den Pinios-Stausee. Im Örtchen halten wir uns wieder links und erreichen nach ein paar Kilometern die Betonflutmauern des Stausees. Wir biegen nach rechts und fahren direkt auf den Damm, über den eine Straße führt (siehe Fotos). Hier brennt die Sonne ebenfalls gnadenlos herunter und wir flüchten ins klimatisierte Wohnmobil. Durch die Bewässerung des Stausees gibt es hier große landwirtschaftliche Nutzflächen, viel Gemüseanbau und natürlich Olivenbäume. Über Borsi und Melissa kommen wir nach Tragano überqueren die E 55 und fahren nach Kyllini. Die Betonburgen des ehemaligen Heilbades Loutra Killini haben wir bereits in den Vorjahren besucht und sind somit für uns kein Ziel. Wir fahren Richtung Kastro vorbei am Robinson-Clubhotel (siehe Fotos) zum Campingplatz Melissa. Für eine Nacht (EUR 22,50) bleiben wir hier, denn der Sandstrand ist sehr schön. Der Platz ist gut besucht, griechische Dauercamper und deutsche Familien mit Kindern (alles sehr laut und unruhig). Es sind aber noch genügend Plätze frei und wir stehen in einer ruhigen Ecke mit Strom- und Wasseranschluß. Wir nehmen ein Bad im Meer und stauen über die zwei Meter hohen Wellen. Aischa badet nur am Rand, die Wellen sind für sie zu hoch. Hinter dem Campingplatz befindet sich eine Taverne mit großem Parkplatz und wenn man abends hier zum Essen geht, erlaubt der Tavernenbesitzer, dass man hier mit seinem Reisemobil stehen kann und bietet auch Duschen und Toilettenbenutzung.

Wetter 29.06.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 23°C sonnig 36°C sonnig 24 °C
30. Tag  Sonntag 01.07.2007 Campingplatz Ionion Beach Glyfa
Am Sonntag, nach einem ausgiebigen Frühstück zieht es uns weiter. Über Kastro mit seiner Burg Tornése nach Vartholomio und nach Gastrouni. In Gastrouni gibt es mehrere Banken mit Geldautomaten, dann geht's zurück über Lygia nach Glyfa zum Campingplatz Ionion Beach. Um 14.00 Uhr erreichen wir den Campingplatz, den wir bereits in den Vorjahren wegen seines schönen Pools gerne besucht haben. Wir bekommen einen schönen Platz in der ersten Strandreihe, direkt am Strandzugang. Das Wasser ist hier sehr ruhig und klar und wir stürzen sofort hinein. Aischa und Siglinde ins Meer, Anton und Bettina in den Pool. Das Wasser im Pool hat 28 Grad und das Meerwasser ist mit 23 Grad erfrischender.
Wetter 01.07.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 23°C sonnig 35°C sonnig 21 °C
31. - 36. Tag  Montag 02.07 bis Samstag 07.07.2007 Campingplatz Ionion Beach Glyfa

 

Wir genießen die letzten Tage unseres Griechenland-Urlaubes mit Baden, baden baden. Mal im Meer, dann im Pool, bereits vor dem Frühstück geht's in die Fluten. Der Platz hier liegt gegenüber der Insel Zakynthos und es sind nur 60 km bis Patras. Mittwochs und Samstag kommen die großen Kreuzfahrtschiffe vorbei, die den Hafen von Katakolo ansteuern. Die täglichen Sonnenuntergänge sind für uns immer sehenswert. Auch die Vollmondnächte bei einem Glas griechischen Wein sind ein Genuß.

Auch hier auf dem Platz ist gegenüber den Vorjahren wenig Betrieb, alle sind erstaunt, dass in diesem Jahr so wenig Urlauber in Griechenland unterwegs sind. Alle Plätze die wir bisher besucht haben waren nur zu einem Drittel belegt. Anton überlegt woran das liegt, sind die Fähren zu teuer? Liegt es an der Arbeitslosigkeit oder wird einfach nur gespart! Die Campingplätze in Griechenland haben sich an die EURO-Preise angeglichen, vielleicht auch dies ein Grund.

 

Wetter 02.07.2007 - 07.07.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 24- 26°C sonnig 34°C -37°C sonnig 19 -24 °C
37. Tag  Sonntag 08.07.2007 Campingplatz Ionion Beach Glyfa

'Unsere Fähre geht am Sonntag um 23.59 Uhr (griechische Zeit). Da wir einen Platz in der ersten Strandreihe ergattert haben, müssen wir diesen bis 14.00 Uhr räumen. Wir ziehen deshalb auf einen schattigen Platz im hinteren Teil des Campingplatzes um und braten noch die letzten Steaks. Am Nachmittag baden wir ein letztes Mal im Meer und trinken gemütlich an der Strandbar noch einen Cappuccino. Nach dem Duschen (Aischa wird ebenfalls shampooniert) fahren wir um 17.45 Uhr los und sind mit einem kurzen Tank-Zwischenstop um 19.30 Uhr im Hafen von Patras. Am Schalter von Minoan-Lines geht alles wie gewohnt und wir können bereits um 21.00 Uhr auf die Fähre fahren. Wir bekommen einen schönen Platz, direkt an einer Fensterluke und bis Igoumenitsa ist das Schiff nur zur Hälfte beladen. 

Wetter 08.07.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 24°C sonnig 37°C sonnig 24 °C
38.. Tag  Montag 09.07.2007 Fähre Patras - Venedig

Morgens um 7.00 Uhr legen wir in Korfu an und einige griechische PKW's verlassen die Fähre. Um 10.00 Uhr sind wir im Hafen von Igoumenitsa und die Fähre ist jetzt fast voll. Nach dem Frühstück im Wohnmobil gehen wir an Deck und genießen die Sonne und die Seeluft.

Hafen von Patras Korfu Stadt
Korfu
Wetter 09.07.2007
Früh Mittag Abend
sonnig 24°C sonnig 34°C sonnig 20 °C
39. Tag  Dienstag 10.07.2007 Venedig - Gochsheim
Um 7:00 Uhr erreichen wir Venedig und der Lotse geht an Bord, es dauert noch ca. 45 Minuten bis wir anlegen und wieder festen Boden unter den Rädern haben. Unsere Heimreise geht in Venedig auf die Autostrada 27 Richtung Treviso und Belluno. Weiter über Cortina d' Ampezzo nach Sterzing. Wir fahren in Sterzing nicht auf die Autobahn sondern die Bundesstraße Nr. 12. Bei Innsbruck Süd fahren wir wieder auf die Autobahn und haben damit die zusätzliche Mautgebühr von EUR 8,00 für den Brenner gespart. Der Verkehr ist überall sehr dicht, um München kommen wir in den Berufsverkehr und sind um 20.30 Uhr zuhause. Siglinde hat heute Geburtstag und wir trinken am Abend noch ein Gläschen Sekt auf das neue Lebensjahr. 
Wetter 10.07.2007
Früh Mittag Abend
meist sonnig 28°C unterschiedlich bewölkt 23°C unterschiedlich bewölkt 14°C
Resümee:

Wieder ist eine Griechenlandreise zu Ende und heute steht schon fest, wir kommen wieder. Vielleicht bekleidet uns ja einmal der eine oder andere unserer Wohnmobilfreunde aus Schweinfurt. Gerne führe ich einmal eine Gruppe von max. 5 Wohnmobilen durch Griechenland mit Besuchen von historischen Städten und Athen. Die Peloponnes ist die südlichste Region des griechischen Festlands. Ursprünglich eine Insel, wurde sie durch geologische Verschiebungen zweimal vom Festland getrennt und wieder vereint. Infolge eines Absinkens des Meeres entstand der Isthmus von Korinth. An dieser Landbrücke wurde im 19. Jh. der Kanal geöffnet, der zum dritten Mal, und dieses Mal auf künstlichem Weg, die Peloponnes zur Insel machte. Die herrliche Brücke von Antirio nach Rio, die wir in diesem Jahr befahren haben (Maut 16,80) lässt das Festland mit der Peloponnes wieder zusammenwachsen. Geologisch gesehen ist es ein rauhes Land, dessen Landschaft bestimmt wird von langgestreckten Gebirgszügen. Das Klima ist an der Küste mediterran und im Zentrum relativ kontinental. Was allerdings in diesem Jahr leider nicht ganz zutraf. Kein Tag an dem nicht weniger als 30° C auf dem Thermometer abzulesen war. Peloponnesische Erde: der rote Staub, der Geruch des Meeres und der Berge, der Weinlese, der Oliven und Zitrusfrüchte sowie der vielen Kräuter. Jede Stelle erinnert an einen griechischen Mythos. Städte, Kleinstädte, Badeorte und Dörfer, die ihre Bedeutung vom Altertum bis heute beibehalten haben liegen zwischen grauen Felsen, wildem Gestein und dornigen Ginster. Dörfer am Meer, das unendlich erscheint. Menschen voller Vitalität, Gastfreundschaft, Ehrgefühle und Stolz.

Es hat sich einiges getan in Griechenland, die Straßen sind besser geworden, es gibt aber immer noch sehr enge Ortsdurchfahrten und plötzlich endet die Asphaltstraße. Die Müllhalden am Wegesrand sind weniger geworden, die griechische Bevölkerung läßt aber immer noch genug Müll an den schönen Stränden zurück. In Griechenland gibt es wie bei uns viele Gesetze und Verordnungen, nur mit dem Unterschied, dass sich dort keiner daran hält. Die Griechen hatten als erste das Rauchverbot in Gaststätten - aber keiner hält sich daran!!  

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