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Reisebericht Spanien 2007 Autor: © Eginhard Müller 25.08.2007 - 17.08.2007 Home |
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Mit Wohnmobil und
Fahrrad ans Ende der (alten) Welt, Eine ganz andere Pilgerreise. Im
Jahr 2007 sollte für Dieter ein lang gehegter Traum in Erfüllung
gehen. Von Schweinfurt auf dem Jakobsweg mit dem Fahrrad nach Santiago
di Compostella. Einen passenden Reisebegleiter
hatte er in Egi gefunden. Am 25. August sollte es losgehen. Statt aufs Rad
stiegen die Beiden jedoch mit Christa
ins Wohnmobil! Psychische und
Physische Probleme bei Dieter zwangen die Partner zur Änderung der
Pilgerfahrt. Von Schweinfurt
ging es über Rothenburg o. d. Tauber und Ulm nach Strassburg. Taize´
in Burgund bot uns Gelegenheit für einen 2-tägigen Halt, wir
erlebten Tage der Begegnung bei menschlicher Wärme und Offenheit. Weitere
Stationen waren: St.Puy,
Condom, San Sebastian, Bourgos, Leon, Astorga, Ponferrada, Sarria,
Portomarin. Während Christa
das Wohnmobil chauffierte, waren Egi und Dieter mit den Rädern auf
der geplanten Route unterwegs. Das rollende Quartier war angesichts
der überfüllten Quartiere in Frankreich und Spanien unsere Rettung.
Im September pilgerten noch Hunderte zu Fuß, mit dem Rad und auch auf
dem Pferd auf dem Camino. Am 04. September
wurde Santiago erreicht. Rechtzeitig vor den Besucherströmen konnten
wir am frühen Morgen die Kathedrale betreten. Das dreischiffige
Innere wirkte auf uns trotz allen Prunkes kalt und abweisend. Der
weitläufig abgeschirmte Altarraum erlaubte nur einen steilen Aufstieg
hinter dem Altar. Der gewährte nur einen beschränkten Blick über
die Schultern des St. Jakobus ins Innere des Gotteshauses. Daneben stand in roter Mantilla
ein Aufpasser, er achtete mit einem Auge auf die Besucher, das andere
blickte auf die Spendenbüchse, fiel eine Spende in den Opferstock, so
gab es ein Heiligenbild für den Besucher! Wir kamen uns als Pilger
verloren vor. Auch trieb uns der jäh einsetzende Besucherandrang aus
der Kathedrale. Ganz anders die Situation
im Pilgerbüro, über alle Sprachbarrieren
hinweg wurden wir freundlich begrüßt und hilfsbereit beraten. Nach diesen Eindrücken
in Santiago wurde die Fahrt nach dem Capo Finisterre zur
kontrastreichen Abwechslung. An der Brandung des Atlantiks konnten wir
die Eindrücke der letzten Tage in aller Ruhe Revue passieren lassen.
Der Rückweg führte uns am Atlantik nach Osten über: A Coruna,
Ferrol, Burlea, Santillana da Mar, Borneo, St. Puy, Lapalise, Colmar,
Strassburg nach
Schweinfurt. Bei dieser Reise
haben wir wunderschöne Landschaften und Orte gesehen, wir hatten
wunderbare Gespräche mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen.
Unsere Sprachkenntnisse des Englischen, Französischen und Spanischen
halfen uns sprachliche Barrieren zu überwinden. Anhang: Streckenlänge, von Schweinfurt nach Capo Finisterre und zurück ~ 5.600km. Kartenmaterial: unbedingt die neuesten Karten! ADAC, Michelin. GPS:
hilfreich bei Großstädten, mit aktueller Software, wir hatten von
Garmin das Quest 2. Wohnmobil-Verzeichnis:
ADAC Stellplatzführer, Spanien, aus dem Internet :http://www.lapaca.org/ Reiseführer:
ADAC-Reiseführer Burgund, Spanien; Dumont-
Reisetaschenbuch: Romantische Straße,
Auvergne und Cevennen. Landschaften: Schwarzwald, Vogesen, franz. Jura, Burgund, Auvergne, Masil, Gascogne, Pyrinäen,
Baskenland, Costa Vasca, Cantabria, Asturien, Montes de Leon,
Gallizien, Cabo Finisterre, Costa Verde, Costa de Cantabria etc.. Was
uns besonders gut gefallen hat:
Das Ökumenische Zentrum von Taize`, der kleine, aber feine Stellplatz
in St. Puy (nur 4 Plätze,
aber Entsorgung und Versorgung, die urigen Toiletten, Bäcker und
Metzger nebenan, das kleine aber feine Restaurant an der Straßenecke,
die freundlichen Leute im Ort), die Stellplätze auf dem Carrefour-
Einkaufsmarkt in Bertamirans mit Möglichkeiten zum End + Versorgen,
die Atlantikküste, das Museumsdorf in Santillana da Mar. Das
Wetter; im September hatten
wir nur Sonnenschein, Temperaturen um die 30 Grad, aber der Wind blies
an der Küste kräftig! Morgens ging die Sonne später auf- abends
schien sie dafür länger! |
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